English Crossfingering

(c) E. Stennes-Falter

 

Seiteninhalt:

 

1. Variationen des englischen Pendant-Systems - Vergleiche

1.1.  4-Loch-System

1.2.  5-Loch-Variationen

1.3.  6-Loch-Variationen

 

2. Grifftabellen

2.1. Das 4-Loch-System

2.2. 4-Loch-System mit Subhole erweitert

2.2. 5-Loch Variationen

2.3. 5-Loch-System mit Subhole erweitert

2.4. 6-Loch System 1 - Tonraum Reichweite: None

2.5. 6-Loch System 2 - Tonraum Reichweite: Dezime

 

3. Erweiterungen des 6-Loch-Systems

3.1. 7-Loch-System - 1 Subhole - Reichweite: Undezime

3.2. 8-Loch-System 1 - Reichweite: Duodezime

3.3. 8-Loch-System 2 - Reichweite: Duodezime

3.4. 8-Loch-System 3 - Reichweite: Tredezime

 
 

 

1. Variationen des englischen Griffsystems - Vergleiche

 

Größe und Position der vier Fingerlöcher auf der Vorderseite der Englischen Pendant Okarina wurde von vielen Okarinabauern übernommen und auch von denen, die sie mit einem "Subhole" oder durch ein Splithole (Aufteilung des Lochs für die 1. Stufe  1/1#) ergänzten, im Prinzip beibehalten. Ich fand lediglich 1 Beispiel dafür, dass jemand auf die Idee kam, die Anordnung des 4-Loch-Systems zu ändern. Das änderte aber nicht den Tonraum.

Mit den Daumenlöchern wurde auf unterschiedliche Weise experimentiert. Es entstanden nicht nur verschiedene Varianten der Anordnung, sondern auch unterschiedliche Ausdehnungen des Tonraums.

 

1.1. Grundform

ohne Daumenlöcher > 4-Loch Pendant, Erfinder John Taylor (England);

perfektioniert von Barry Jennings (England);

verwendet von John Langley (England), Terry Riley (England), Richard Voss (Deutschland), Stein (Taiwan) ... 

variiert von Dag Hultcrantz (Schweden)

1.2. Variationen des 5-Loch-Systems

Erweiterung des 4-Loch-Systems mit einem Daumenloch

 

1.2.1.  Das 5-Loch-System bis zur None - ein großes Daumenloch

Das 4-Loch-System wird mit einem großen Daumenloch um eine Tonstufe (Ganzton) nach oben erweitert. Damit reicht die Tonleiter bis zur None.

Gegenüber dem 6-Loch-System erscheint das 5-Loch-System vereinfacht. Die Intonationshilfe durch das kleine Daumenloch entfällt allerdings.

 

Die Fotos, die ich von Barry Jennings 5-Loch Okarina im Internet fand, sind für mich bislang die ältesten Belege von 5-Loch-Okarinas mit English Crossfingering.

Man findet Okarinas in dieser Bauweise bei Christoph Hense (Deutschland), Martin Safr (Prag), Kevin Wright (USA) ...

 

1.2.2.  Das 5-Loch System mit Subhole - ein kleines Daumenloch

Es erweitert das 4-Loch-System nach unten. Der von Karin Rotter gebaute Prototyp ermöglicht mit dem Daumen-Subhole einen kleinen Terzsprung abwärts. Die übersprungenen Stufen werden alle mit dem Griff für die 1. Stufe gespielt, indem der Blasdruck variiert wird.

1.3. Variationen des 6-Loch-Systems

Erweiterung des 4-Loch-Systems mit 2 Daumenlöchern

 

1.3.1. Mit 2 Daumenlöchern - das kleine Daumenloch befindet sich auf der linken Seite (Taylor, Langley, Riley)

1.3.2. Mit 2 Daumenlöchern - das kleine Daumenloch befindet sich auf der rechten Seite (Gosselink, Oberon)

1.3.3. Mit 2 Daumenlöchern - Die beiden Daumenlöcher sind nahezu gleich groß. (Stein, TNG ...)

1.3.4. Mit 1 Daumenloch und 1 Subhole = Mit Subhole erweitertes 5-Loch-System

 

Die Variationen beeinflussen nicht nur die Anzahl der spielbaren Töne, sie verändern auch die Grifffolge und zwar sowohl am oberen Ende der Skala als auch beim Spielen der tiefsten Halbtöne.

 

Vorhandensein und Anordnung des kleinen Daumenlochs sind von Interesse, wenn man Melodien in D-Dur mit c# spielen möchte.

 

Welche Position des kleinen Daumenlochs ist dabei zu bevorzugen?

Grundsätzlich muss man jeden Griffwechsel erst einmal üben, bis er locker entspannt und schnell funktioniert. Aber bei manchen Griffwechseln hat man das Gefühl, dass es günstigere und weniger günstige Konstellationen gibt. Das kann aber individuell unterschiedlich sein.

Mir gelang der d-c#-Wechsel mit einer Okarina von Langley oder Taylor (kleines Daumenloch links) auf Anhieb, während ich ihn mit

einer Okarina, bei der das kleine Daumenloch rechts liegt, erst einmal üben musste. Das liegt daran, dass die Bewegung der Finger völlig anders auf die Hände verteilt ist. Ich würde deshalb aber nicht behaupten wollen, dass diese oder jene Anordnung generell besser oder leichter zu spielen ist. Ich denke, das empfindet jeder anders.

2. Grifftabellen

2.1. Das 4-Loch-System

Songstone John Langley Ocarinaworkshop
Songstone von John Langley

Die Grundideedieses Griffsystem auch bekannt als "English fingering","English Crossfingering" oder "English Style" wurde von dem englischen Mathematiker John Taylor entwickelt. Barry Jennings optimierte dann das Griffsystem.

Die überraschend große Zahl an Tonstufen ergibt sich aus der Vielzahl von Kombinationsmöglichkeiten der vier unterschiedlich großen Löcher.

Die Bezeichnung "Crossfingering", "Kreuzgriffe" oder "Kreuzgriff-System" beziehen sich auf die beim Tonleiterspiel entstehende Bewegung. Anstatt wie bei linearen Griffsystemen einen Finger nach dem anderen abzuheben, werden hier die beiden rechten Finger fortlaufend durch die 4 möglichen Kombinationen gewechselt und dabei mit verschiedenen Stellungen der linken Finger kombiniert.

Die tiefsten chromatischen Stufen werden mit halb abgedeckten Löchern gespielt.

 

Die englischen 4-Loch-Okarinas werden in vielen Formen und Farben gebaut. Man findet sie oft in C-Dur, aber auch in verschiedenen anderen Tonarten.

 

Das Englische Griffsystem der 4-Loch-Pendants wurde von mehreren Herstellern aufgegriffen und nur selten verändert.  Ein paar Beispiele befinden sich in meiner Sammlung.

 

Bog-Berichte / Bezugsquellen:

Blockarina von Richard Voss - Markerina (Voss) - Schul-Ocarina aus Plastik - Songstone von John Langley - Songstone und Shells von Terry Riley - Teacarina (TNG) ...

 

Variation des englischen Vier-Loch-Systems

Das Eglische Griffsystem kann unter Beibehaltung der verschiedenen Grifflochgrößen dadurch verändert werden, dass die Grifflöcher an andere Positionen gesetzt werden.

Bislang entdeckte ich nur diese Variante (Mundstück unten):

gedrehte Griffanordnung des English Crossfingering
gedrehte Griffanordnung des English Crossfingering


 Das System ist 90° nach rechts gedreht. Das Spielgefühl ändert sich dadurch total!

 

Der schwedische Okarinabauer Dag Hultcrantz verwendet diese Variante mit einer kleinen Veränderung.

gedrehte Griffanordnung des English Crossfingering
gedrehte Griffanordnung des English Crossfingering

Der Unterschied:

Dag Hultcrantz spielt das H (englisch B) mit dem linken Zeigefinger. Mit der üblichen Griffweise wäre es bei seinen Instrumenten zu hoch.

Diese Griffvariante entwickelte Dag Hultcrantz 2006. Durch sie werden die beiden großen Grifflöcher weiter weg vom Fenster (engl. Voicing) entfernt positioniert. Dadurch konnte er den Klang seiner Okarinas verbessern. Welchen Einfluss diese Änderung auf die chromatischen Stufen hat, konnte ich bislang noch nicht in Erfahrung bringen.

 

Ein schwer zu lernendes Griffsystem?

Wenn man eine im englischen System gestimmte Ocarina das erste Mal ohne Zuhilfenahme einer Griffschrift zu spielen versucht, ist die Vielzahl der sich aus den Griffkombinationen ergebenden Tonstufen zunächst etwas verwirrend. Hat man aber den Einstieg geschafft, macht es schon bald viel Spaß, mit diesem System zu musizieren.

 

Notation

Für Einsteiger ist die Griffbildnotation eine große Hilfe. In meinen Notenbüchern werden normale Notenschrift und Griffbildnotation kombiniert. Die Noten sind für C-Okarinas eingerichtet.

Weil die englische 4-Loch-Schul-Ocarina aus Plastik auf den Grundton D gestimmt ist, sind die Stücke in englischen Notenheften in den dazu passenden Tonarten notiert. Man kann Ocarinas mit abweichendem Grundton aber auch als transponierende Instrumente nutzen und nach Heften für C-Okarinas spielen.

 

2.2. 4-Loch-System mit Subhole erweitert

Dieses System fand ich bei einer Okarina aus dem Museum von Ocarinamusic (Johann Rotter).

2.3.  5-Loch Varianten mit 1 Daumenloch

Auf der "Okarina von der Karlsbrücke" (Martin Safr, Prag) findet man das einzelne Daumenloch der 5-Loch-Okarina in der Mitte oder nach rechts versetzt angeordnet. Bei einem mittig angeordneten Daumenloch kann man wählen, mit welchem Daumen man spielen möchte. (Vielen Dank an Nicole Schmidt für das Foto!)

 

Kevin Wright (KW) (USA) positioniert das Daumenloch rechts.

 

Christoph Hense bohrt das einzelne Daumenloch seiner 5-Loch-Okarina nach links versetzt. Er hat den Okarinabau von Olivier Gosselink gelernt und hält sich an dessen Erfahrungswerten.

 

Ich greife das Loch vorzugsweise mit dem rechten Daumen, da ich sonst am oberen Ende der Tonleiter die auf den Langley-Okarinas eingeübte Griffolge umstellen müsste. Das geht bei den kleinen Instrumenten ganz gut.

Notenhefte für 5-Loch Ocarinas

Notensammlungen für bis zur None reichende Okarinas habe ich zwar erstellt, bislang jedoch noch nicht als Notenhefte veröffentlicht. Auf Anfrage mache ich das aber gerne.

 

2.4. mit Subhole erweitertes 5-Loch-English-Pendant-System

Christoph Hense erweiterte seine 5-Loch Ocarinas mit einem Subhole.  Das zusätzliche Loch auf der Vorderseite seiner 5+1 Pendant-Ocarina wird mit dem Ringfinger gespielt. Man erreicht damit einen Halbton unter dem Grundton. Dieses Loch erweitert das spielbare Repertoire auf völlig andere Weise.

Das Subhole ermöglicht es, die tiefen chromatischen Stufen ohne Abschattung oder Halbabdeckung zu greifen. Die Erweiterung des Tonraums nach unten erleichtert das Spielen von Melodien. die auf einer normalen 5- oder 6-Loch C-Okarina (English Pendant) nur in D-Dur funktionieren.

 

 

2.5. Englisches 6-Loch Pendant-System / English Crossfingering; Reichweite: None

 

2.5.1. nach John Langley und Terry Riley

 

Das von John Taylor entwickelte 4-Loch-System wurde mit 2 Daumenlöchern auf das englische 6-Loch-System erweitert.

Da eines der Daumenlöcher so klein ist, dass durch das Öffnen eine Halbton-Hebung entsteht, verfeinert dieses System das Greifen chromatischer Stufen. Dieses Griffsystem kommt also ohne halb gedeckte Löcher aus.

Der Tonraum wurde durch diese beiden Daumenlöcher bis zur None erweitert.

 

Dieses Griffsystem findet man bei den 6-Loch Okarinas der Engländer John Langley und Terry Riley. Auf ihren Instrumenten sind mit nur 6 Löchern 15 sauber gestimmte Töne spielbar. Wer das Griffsystem der englischen  4-Loch-Ocarinas beherrscht, kann diese 6-Loch-Ocarina sofort problemlos spielen. Man fügt seinen Griffen nur die dazu gewonnenen Töne hinzu.

Dabei ist zu beachten, dass die Intonation des hohen C verbessert wird, wenn man zusätzlich das kleine Daumenloch öffnet.

Grifftabelle für 6-Loch-Ocarinas englisches System (Langley)
Grifftabelle für 6-Loch-Ocarinas englisches System (Langley)
Langley Bass-Ocarina in D
Langley Bass-Ocarina in D

Im englischen System gestimmte Instrumente: 

Langley-Ocarinas - Kunststoff-Ocarinas von ocarinaworkshop - Riley-Ocarinas ...

Die englischen Ocarinas von Langley und von ocarinaworkshop sind je nach Stimmlage auf den Grundton D oder G gestimmt. Langley-Ocarinas gelten als Konzertokarinas und eignen sich zum Ensemblespiel. Für Terry Rileys Okarinas gilt das ebenfalls. Er stimmt seine Okarinas auch noch auf andere Grundtöne wie z.B. Grundton bB.

 

Notenbücher

In den englischen Notenheften sind die Stücke in den zur D-Ocarina passenden Tonarten notiert. Ocarinas werden auch als transponierende Instrumente genutzt. Die Notenhefte von Richard Voss und Hans Rotter sind auf den Grundton C abgestimmt. Meine Notenhefte finden Sie hier: > klick <

 

 

2.5.2. nach Olivier Gosselink

 

Olivier Gosselink setzt die Daumenlöcher auf seinen Instrumenten seit vielen Jahren anders herum.  Das macht für den Tonraum selbst keinen Unterschied. Auch bei dieser Variante verfeinert das kleine Daumenloch das Greifen chromatischer Stufen und kommt daher ohne halb gedeckte Löcher aus.

Die Tonraumspanne umfasst ebenfalls eine None.

 

Als ich Gosselink in Budrio 2017 nach dem Grund für die veränderte Anordnung der Daumenlöcher fragte, war er überrascht. Er habe das schon immer so gemacht, erzählte er mir. Und es schien ihm nicht bewusst zu sein, dass die Engländer das kleine Loch auf die linke Seite setzen.
 

2.6. Durch Vergrößerung des kleinen Daumenlochs erweitertes englisches 6-Loch-Pendant-System

 

Im WWW findet man verschiedene Grifftabellen für die 6-Loch-Pendant-Ocarinas. Einige zeigen einen größeren Tonraum an. Dort reicht die Tonleiter nicht nur bis zur None, sondern bis zur Dezime. Das ist eine Abwandlung des englischen Systems.

 

erweitertes Griffsystem für die englische 6-Loch-Okarina / English Crossfingering Style
erweitertes Griffsystem für die englische 6-Loch-Okarina / English Crossfingering Style


Der größere Tonraum wird durch Vergrößerung des linken Daumenlochs ermöglicht. Woher die Idee stammt, den Tonraum auf diese Weise zu erweitern, konnte ich bislang nicht ermitteln.

 

Die Änderung der Daumenlochgröße bewirkt außerdem, dass die untersten Halbtöne wie bei der englischen 4-Loch-Pendant-Ocarina mit halb abgedeckten Grifflöchern gespielt werden müssen, während man dafür auf 6-Loch-Ocarinas mit unterschiedlichen Daumenlöchern das kleine Daumenloch öffnet.

 

Vergleich der Daumenlöcher - Mozart-Ocarina Rotter - Langley Bass-Ocarina
Vergleich der Daumenlöcher - links Mozart-Ocarina von Ocarinamusic - rechts Bass-Ocarina von Langley

Zwei ähnliche Grifftabellen

Für das erweiterte englische Griffsystem findet man verschiedene Grifftabellen im www. In der 1. Version wird bei cis'' und dis'' jeweils das kleinere der beiden rechten Fingerlöcher geschlossen. In der zweiten Version benutzt man das etwas größere Fingerloch.

6-Loch Pendant-Ocarina - Grifftabelle für das erweiterte englische System
6-Loch Pendant-Ocarina - Grifftabelle für das erweiterte englische System (Version 1)
6-Loch Pendant-Ocarina - Grifftabelle für das erweiterte englische System (Version 2)
6-Loch Pendant-Ocarina - Grifftabelle für das erweiterte englische System (Version 2)

Auf meinen Ocarinas verwende ich abhängig vom musikalischen Zusammenhang sowohl die eine als auch die andere Variante, je nach dem, wie es besser klingt.

Die Intonation ist vom Blasdruck abhängig!!! Wenn der nicht stimmt, klingt die Okarina "schief".

Neue Instrumente testet man am besten erst einmal mit variierendem Blasdruck, um die Intonationsmöglichkeiten kennenzulernen und ein Gefühl für den richtigen Blasdruck zu bekommen.

 

Bei meinen Pendant-Okarinas von Stein (erhältlich bei ocarinamusic)

konnte ich beobachten, dass die Alt-Okarina (6AF-H) auch bei zu schwachem Blasdruck eine in sich stimmige Tonleiter ergibt. 

Bei der kleineren Pendant-Ocarina (eine 6AC-WY-H von Stein, Tonraum c'' bis e''') bewirkt zu schwacher Blasdruck, dass die Intonation von h'' und  ais''/b'' mal mehr mal weniger aus der Reihe tanzt.  Die Töne klingen dann im Vergleich zum Rest der Tonleiter zu hell.

Wenn man auf einer C-Ocarina in F-Dur spielt, kann man diese Abweichung korrigieren, indem beide rechten Fingerlöcher geschlossen werden. Besser wäre allerdings, insgesamt mit kräftigerem Blasdruck zu spielen. Dann sollte der Intonationsfehler behoben sein.

 

Wichtig zu wissen:

Die Temperatur der Okarina spielt bei der Intonation eine wichtige Rolle! Klingt eine Okarina zu dunkel, ist sie in der Regel zu kalt. Erwärmt man sie auf Körpertemperatur (z.B. mit einem Heizkissen) klingt sie deutlich heller als in ausgekühltem Zustand.

 

Bis man den für die Intonation richtigen Blasdruck kennt, beobachtet man seine Intonation am besten mit einem Stimmgerät und /oder übt in Begleitung eines gut gestimmten Instruments.

Im erweiterten englischen System gestimmte Instrumente

ocarinamusik vom Hersteller Stein (Import für Europa), STL-Ocarinas vom Hersteller TNG (Import für USA) ...

 

Das erweiterte English Crossfingering Griffschema findet man z.B. bei Pendant-Ocarinas des Herstellers TNG (Taiwan) die teilweise als STL-Ocarinas (USA) zu finden sind und bei den Pendant-Ocarinas von Stein (Taipei/Taiwan), die ocarinamusic nach Österreich importiert und für deutschspachige Musiker mit deutschen Unterlagen (Grifftabellen, Noten) ergänzt.

Ocarinas mit dem erweiterten Stimmsystem im Ocarinashop von Hans Rotter sind derzeit.

1. die "Mini"

2. die "Mozart-Ocarina"

3. die "Blumenokarinas"

 

Im Museum des Ocarina Musikhaus Rotter befindet sich eine große Ocarina-Sammlung der Firma Stein. Darunter auch Pendant Ocarinas. Die klingen sehr gut.

Auch andere Ocarinabauer stimmen ihre Instrumente nach dem englischen System. Welches der beiden Varianten sie benutzen, ist auf den Webseiten nur ersichtlich, wenn man eine Grifftabelle oder Fotos der Daumengrifflöcher findet.

 

sonstige Beobachtungen

Bei DanMoi habe ich auf Grundton C gestimmte 6-Loch-Ocarinas entdeckt. Den Hersteller fand ich noch nicht heraus. Auf dem Video klingt das Instrument gut und die zu beobachtenden Griffe entsprechen dem englischen System. Der von der Größe der Daumenlöcher abhängige Tonumfang ist für mich nicht ersichtlich. Getestet habe ich von diesen Instrumenten bislang keines.

 

Von den auf Grundton C gestimmten STL-6-Loch-Ocarinas. habe ich bis jetzt auch noch keine getestet. Die komplette Produktserie findet man zZt. nur im amerikanischen Online-Shop. STL (St. Louis) importiert die Instrumente den Modellen nach zu urteilen hauptsächlich von TNG. STLO entwarf bereits verschiedene eigene Okarina-Designs und gab dann deren Produktion bei Okarinabauern in Auftrag. TNG-6-Loch-Ocarinas werden in Europa von verschiedenen Händlern über Handelsplattformen verkauft.

 

Notenbücher

In den englischen Notenheften sind die Stücke in den zur D-Ocarina passenden Tonarten notiert. Ocarinas werden auch als transponierende Instrumente genutzt. Die Notenhefte von Richard Voss und Hans Rotter sind auf den Grundton C abgestimmt.

Meine Notenhefte finden Sie hier: > klick <

3. Erweiterungen des 6-Loch-Systems

Auf das English Crossfingering Stimmsystem bauen verschiedene Erweiterungen auf, die die gewohnten Griffe ergänzen.

> 6-Finger/8-Loch-System (2 Splitholes) von Jasmina Meier "Earthsong Ocarinas"

> 6-Finger/8-Loch-System (2 Subholes) von Tenrai

> 7-Finger/8-Loch System > Plastik-Okarina bei STL-Ocarina

> 7-Finger/7-Loch System > Kevin Wright (USA)

> 8-Finger/8-Loch System > Kevin Wright (USA)

> 8-Finger/8-Loch System > Pendant Ocarina with Maximized Range

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