Labialpfeifen

Das Funktionsprinzip der Labialpfeifen (Lippenpfeifen) ist stets gleich:

Der Luftstrom trifft auf eine scharfe Kante (Labium), wird dort geteilt und verwirbelt. Dadurch gerät die Luftsäule im Instrument in Schwingung. Ist die Schwingung unregelmäßig, entsteht ein rauschendes Geräusch. Ist die Schwingung regelmäßig, entsteht ein klarer Ton.

Um eine regelmäßige Schwingung zu erzeugen, muß der Luftstrom in einem ganz bestimmten Winkel auf die den Luftstrom teilende Anblaskante treffen. Genau darin besteht die Kunst des Flötisten: das korrekte Anblasen der Rohrkante.

Um dies zu erleichtern, bearbeitete und formte man die Anblaskante. Dann erfand man Mundstücke mit Kernspalt, um den Luftstrom optimal auf die zu einem Labium geformte Anblaskante zu lenken.

 

Beispiele

(c) stennes-falter

 

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Flöten können nicht nur von Mund geblasen sondern auch mit Hilfe mechanischer Vorrichtungen über ein Windkanalsystem angesprochen werden. Das ist das Grundprinzip aller Pfeifen-Orgeln, ganz gleich, ob es sich um eine riesige Kirchenorgel oder um eine kleine Drehorgel handelt.

Schauen und lauschen:

> Drehorgel mit Keramikflöten

Die Vielfalt der Labialpfeifen ist sehr groß. Für weitergehende Web-Suche eine (unvollständige) Namensliste. Die einzelnen Begriffe sind mit der Bildersuche verlinkt.

Bezeichnungen, die für verschiedene Instrumente benutzt werden:

 

Bezeichnungen, die sich auf spezielle Bauweise, Stimmung oder Tonumfang beziehen:

 

Kleine Pfeifen: 

Bootspfeife   Hundepfeife   Sambapfeife  Zwitscherpfeife  

 

Flöten:

Barockflöten   Echoflöte   Obertonflöte   Renaissanceflöten   Stockflöte  

 

 

 

Bezeichnungen, die sich auf das Material beziehen, aus dem die Pfeifen (im weitesten Sinne) gemacht sind:

 

Bambusflöte   Blechflöte   Holzflöte   Keramikflöte   Knochenflöte   Kunststoffflöte   Tonflöte  

 

 

Bezeichnungen für Instrumentenfamilien:

 

Blockflöte   Ocarina                        

 

 

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