6-Loch Ocarinas

(c) E. Stennes-Falter

 

Grifftabellen zum Vergleich verschiedener 6-Loch-Griffsysteme

1. English Crossfingering

1.1. Version Langley, Riley ...

1.2. Version Gosselink ...

1.3. asiatischer Stil

1.4. Version Hense - 5-Loch System mit Subhole

 

2. System Houkes

3. System Pacchioni 

4. System Lietsch

5. lineares System Odendahl

6. orange Okarina

7. lineares System mit Sprung

 

 

Das von John Taylor erdachte "English Crossfingering" wird von besonders vielen Okarinabauern mit kleinen Varianten verwendet. Einzelne Okarinabauer arbeiten aber auch mit einem eigenen System.

 

Bei den bis zur None reichenden Englischen Stimmsystemen fällt auf, dass es keinen Griff gibt, bei dem allein 4 Front-Löcher geöffnet sind. Es gibt drei Variationen der 3-Loch-Griffe A B H. Für C folgt ein 5-Loch-Griff. Der 4-Loch-Griff (cis) klingt heller.

Außerdem werden nur 3 der vier Frontlöcher allein geöffnet. Der Ton des 4. Loch hängt "irgendwo" zwischen 2 Tönen.

Die Kunst besteht nun darin, die richtige Stimmhöhe für das 4. Front-Loch zu finden. Dafür kontrolliert man abwechselnd die beiden verschiedenen 3-Loch-Kombinationen in denen das noch ungestimmte Loch 4 enthalten ist und justiert dieses, bis es für beide Griffkombinationen passt.

 

1. English Crossfingering

 

Variationen

 

1. das kleine Daumenloch befindet sich auf der linken Seite (Langley, Riley)

2. das kleine Daumenloch befindet sich auf der rechten Seite (Gosselink, Oberon)

3. Die beiden Daumenlöcher sind ähnlich groß. (Stein, TNG ...)

4. Das 5-Loch-System wird mit einem Subhole kombiniert

5. Verwendung von Splitholes

 

1.1. Englisches Pendant-System / English Crossfingering

System -/  15 Töne

Grifftabelle für 6-Loch-Ocarinas englisches System (John Langley, Terry Riley)
Englisches 6-Loch Pendant System (John Langley, Terry Riley)

1.2. Englisches Pendant-System / English Crossfingering - Daumen getauscht

System -/  15 Töne

Englisches 6-Loch Pendant-System (Olivier Gosselink, Charlie Hind)
Englisches 6-Loch Pendant-System (Olivier Gosselink, Charlie Hind)

1.3. erweitertes englisches 6-Loch-Pendant-System durch Vergrößerung des kleinen Daumenlochs

System 234322  /  17 Töne

erweitertes Griffsystem für die englische 6-Loch-Okarina / English Crossfingering Style
6-Loch Pendant-Ocarina - Grifftabelle für das erweiterte englische System (Version 1)

Zwei ähnliche Grifftabellen

Für das erweiterte englische Griffsystem findet man verschiedene Grifftabellen im www. In der 1. Version wird bei cis'' und dis'' jeweils das kleinere der beiden rechten Fingerlöcher geschlossen. (siehe oben) In der zweiten Version benutzt man das etwas größere Fingerloch. (siehe unten)

6-Loch Pendant-Ocarina - Grifftabelle für das erweiterte englische System (Version 2)
6-Loch Pendant-Ocarina - Grifftabelle für das erweiterte englische System (Version 2)

Auf meinen Ocarinas verwende ich abhängig vom musikalischen Zusammenhang sowohl die eine als auch die andere Variante, je nach dem, wie es besser klingt.

1.4. mit Subhole erweitertes 5-Loch-English-Pendant-System

Christoph Hense erweiterte seine 5-Loch Ocarinas mit einem Subhole.  Das zusätzliche Loch auf der Vorderseite seiner 5+1 Pendant-Ocarina wird mit dem Ringfinger gespielt. Man erreicht damit einen Halbton unter dem Grundton. Dieses Loch erweitert das spielbare Repertoire auf völlig andere Weise.

Das Subhole ermöglicht es, die tiefen chromatischen Stufen ohne Abschattung oder Halbabdeckung zu greifen. Die Erweiterung des Tonraums nach unten erleichtert das Spielen von Melodien. die auf einer normalen 5- oder 6-Loch C-Okarina (English Pendant) nur in D-Dur funktionieren.

 

 

 

 

2. Griffsystem Houkes "stonewhistles"

 

System 232232   / 15 Töne

Das besondere an diesem Griffsystem:

Es basiert auf einer pentatonischen Tonleiter. Das macht es intuitiv zugänglich.

 

 

3. Griffsystem Pacchioni

System  - /  15 Töne

Giorgio Pacchioni ist vor allem für seine hochklassigen Travers-Okarinas und seine Mehrkammer-Okarinas bekannt. Er baute aber auch Mini-Okarinas und figürlich geformte Okarinas mit 6 Grifflöchern.

Auf seiner Minin-Okarina, die sich in meiner Sammlung befindet, funktioniert das folgende Griffsystem. Die Löcher sind bei der winzigen C0 groß genug, dass auch das tiefe Cis und das Dis mit halb gedeckten Löchern gespielt werden können.

Es gibt eine Aufzeichnung, in der Giorgio Pachioni seine Mini-Okarina in der Sonatine "Il Grillo" spielt:  > klick <

 

 

 

4. Griffsystem Lietsch "Ton und Töne"

 

System 232221  /  13 Töne

Die Stimmfolge der Löcher ist bei diesem System anders. Es geht immer von rechts nach links wechselnd, also in waagerechten Reihen aufwärts. Mit dieser Grifffolge entwickelt sich ebenfalls eine pentatonische Tonleiter, die oben dann allerdings diatonisch endet.

 

 

5. Griffystem Odendahl "Ton in Ton"

System 221223  /  13 Töne

Odendahl verwendet ein überwiegend Lineares System. Um bis zur Oktave zu gelangen, bohrt er das letzte Loch so weit auf, dass ein kleiner Terzsprung entsteht. Schließt man gleichzeitig das 4. Loch, erklingt das h. Das Instrument ist chromatisch spielbar.

 

 

6. Griffsystem Herkunft unbekannt

System -/  10 Töne

Diese hübsche 6-Loch Okarina stammt aus dem Okarinamuseum des Okarinamusikhaus Rotter in Oberkappel. Momentan weiß ich leider noch nicht, wer sie gebaut hat.

7. Lineares Griffsystem

 

System 322122  /  7 Töne

Die von "Purklang" in einem Video vorgestellte Inline Okarina wird mit 6 vorderständigen Löchern gespielt. Öffnet man diese in linearer Folge, ergeben sich folgende 7 Töne.

A - C D E F G A. 

 

 

Inwieweit es möglich ist, mit Hilfe von Gabelgriffen den übersprungen Ton H oder chromatische Zwischenstufen zu spielen, erschließt sich nicht.

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