Ahornchimes

(c) E. Stennes-Falter

 

Chimes sind natürlich Glocken. In der Instrumentenkunde verwendet man die Bezeichnung in der Regel für dünne Metalltäbe oder -Röhren.

Es gibt aber auch Klapperglocken aus Holz und Windchimes aus Bambus.

Als ich durch Zufall den hellen Klang dünner Ahornäste entdeckte, bastelte ich zunächst eine Bündelrassel aus vielen kurzen Aststücken. Dann hängte ich die Ahornstäbchen wie die Metall-Chimes in einer langen Reihe auf. Daher der Name "Ahornchimes".

Um die Klangstäbchen immer wieder neu anordnen zu können, versah ich jedes mit einer separaten Schlaufe aus buntem Baumwollgarn und hängte sie damit über einen langen Stab. Die verschiedenen Farben stellen Tonstufen dar, denen ich die Stäbchen nach Gehör zuordne. Exakt gestimmt sind sie nicht. Den Klang der dünnen Holzstäbchen kann mein Stimmgerät nicht erfassen. Deshalb erhorche ich den Klang, der sich zufällig beim Absägen ergab, singe ihn nach und stelle dann mit Hilfe des Stimmgerätes fest, welchem Ton der Klang am nächsten kommt.

Manche Stäbchen sind zweitönig. Wenn die Töne klar heraus zu hören sind, ziehe ich dementsprechend zwei Fäden ein.

Ahornstäbchen-Sammlung
Ahornstäbchen-Sammlung

Auf dem Bild habe ich ziemlich viele Stäbchen auf einen Stab gefädelt. Sie sind dort bis zum nächsten Einsatz "geparkt". Wenn sie schön klingen sollen, dürfen sie nicht zu dicht hängen.

Ahorn-Chimes Klangprobe
Hier ist zu hören, wie ich die Stäbchen mit den Fingern sachte anstupse und am unteren Ende entlang streiche, damit sie gegeneinander schlagen und sich so gegenseitig zum Klingen bringen.
Ahornchimes Klangprobe 2014-01-28 STE-0
Wave Audio Datei 9.5 MB

Der Klang erinnert an Rasselketten aus Nussschalen oder deren Nachbildungen aus Fiberglas.

Wenn man die Ahornchimes ähnlich wie die Nussrasselketten bewegen möchte, flechtet man die Garnschlaufen der Stäbchen am besten in einen Zopf aus Textilbändern ein.