Noten für den Oktavraum

Okarinas mit einer Reichweite von einer Oktave (bis zu 8. Stufe) haben sehr unterschiedliche Griffsysteme. Daher veröffentliche ich die Noten für den Oktavraum mit verschiedenen Griffbildern (Tabs, Tabulaturen genannt).

 Diese Notenhefte können auch für Okarinas mit größerem Tonraum angepasst werden.

 

Inhalt dieser Seite:

- Blog zum Thema Noten für den Oktavraum

- Erklärung des Oktavraums

- Im Oktavraum spielbare Tonarten

- Okarinas mit einer Oktave Tonumfang

 

letzte Aktualisierung 11.08.2019

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2019

Celtic Tunes für den Oktavraum

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Oktavraum - Definition / Beschreibung

Unter Oktavraum versteht man den Bereich zwischen zwei Tönen, deren Abstand eine Oktave ( = Acht) beträgt.

Die Schwingungszahlen des tiefsten und des höchsten Tones einer Oktave stehen im Verhältnis 1:2.

Beide Töne haben denselben Namen. Zur Unterscheidung werden Kennzeichnungen für die Oktavlagen hinzugefügt.

Der Begriff Oktave leitet sich von der diatonischen Tonleiter ab. Im westlichen Tonsystem ist der Abstand zwischen zwei Tönen, deren Schwingungsverhältnis 1:2 beträgt in 7 Tonschritte aufgeteilt (2 Halbtonschritte und 5 Ganztonschritte). Dementsprechend ist der tiefe Ton die 1. Stufe und der hohe Ton die 8. Stufe = Oktave.

Der Oktavraum kann auch völlig anders aufgeteilt werden (z.B. pentatonische Leiter, Ganztonleiter etc.) Darauf hier einzugehen führt hier aber leider zu weit.

Okarinas und Kugelflöten mit einer Oktave Tonumfang

... findet man bei vielen verschiedenen Herstellern.

In meine Sammlung gelangten bislang Instrumente von

John Langley (4 L), Dag Hultcrantz (4 L), Mauritio Moretti (4 L), Davide Vivaldi (4 L), Martin Lietsch (6 L) Karl Odendahl (6 L), unbekannt aus Gomera (7 L),Olivier Gosselink (8 L), Hans Rotter (8 L), Árpád Takács (8 L)

Dieses bis zur Oktave reichende 5-Loch-Griffsystem habe ich auf einer Paparolo-Okarina beobachtet. Leider besitze ich keine, um mit diesem System experimentieren zu können.

6-Finger-Griffsystem Martin Lietsch / Ton und Töne mit Splithole
6-Finger-Griffsystem mit Splithole Martin Lietsch, Werkstatt Ton und Töne

Tonraumerweiterung durch Spieltechniken

Je nach dem, wie die Okarinas gebaut sind, kann man den tiefsten Ton durch Absenken des Blasdrucks einen Halbton nach unten sacken lassen. Das gilt für alle Instrumente, die für das Spiel mit gut gestütztem mittleren Blasdruck ausgelegt sind. Ist eine Okarina für sehr weichen Blasdruck intoniert, fehlt ein entsprechender Intonationsspieraum unter dem Grundton.

Die nächste Grifftabelle zeigt ein funktionierendes Beispiel mit dem Griffsystem von Martin Lietsch (Werkstatt "Ton und Töne"). Der Griff der beiden ersten Töne ist identisch.

Bei Okarinas mit sehr kurzem Mundstück lässt sich das Absenken der Intonation mit "Fipple Bend" unterstützen. Bei Okarinas mit rückwärts gerichtetem "Fenster" kann auch die "Acute Bend" Technik funktionieren.

Erweiterung nach unten mit einem Subhole

Mit einem Subhole erweiterte Griffsysteme helfen, einen Ton unter dem Grundton zu erreichen. 

Welchen Ton man mit einem Subhole erreicht, kann unterschiedlich sein.

Auf der 7-Loch Okarina von Martin Lietsch, Werkstatt "Ton und Töne" (Das Splithole zähle ich nicht als separates Loch) erreicht man mit dem Subhole einen Halbton unter dem Grundton.

Mit der Natey von Hans Houkes erreicht man durch das Subhole eine Terz unter dem Grundton.

In den Notensammlungen für den Oktavraum wird die durch Spieltechnik und Subholes ermöglichte Tonraumerweiterung nicht berücksichtigt. Dafür sind andere Sammlungen in Planung.

Im Oktavraum spielbare Tonarten

 Der tiefste Ton einer Okarina ist nicht zwangsläufig der Grundton einer Melodie. Deren Grundton kann sowohl unten, als auch irgendwo im Innern der Tonleiter sitzen. Auch werden nicht immer dieselben Töne benutzt.

 

Beispiele für eine C-Okarina:

C-Dur: c d e f g a h c / 1 2 3 4 5 6 7 8

F-Dur: c d e f g a b c / 5 6 7 1 2 3 4 5

G-Dur: c d e fis g a h c / 4 5 6 7 1 2 3 4

D-Dur: cis d e fis g a h cis / 7 1 2 3 4 5 6 7

d-moll: c d e f g a b c / b7 1 2 b3 4 5 b6 b7

u.s.w.

 

1= Grundton

 

Tonika-Dreiklang in Dur: 1 - 3 - 5  / Umkehrung:  3 - 5 - - 8

in Moll: 1 - b3 - 5 / Umkehrung:  b3 - 5 - - 8

 

Auf kleinen Okarinas gibt es nur wenig Spielraum für Tonartenwechsel. Wer mit anderen Musikern zusammen musiziert, benötigt deshalb unter Umständen Okarinas in verschiedenen Stimmlagen, um sich den von den Mitspielern vorgegebenen Tonarten anpassen zu können. Praktisch an dieser Art des Transponierens ist, dass man immer nach denselben Noten und mit denselben Griffen spielt. In solchen Fällen werden die Okarinas als "transponierende Instrumente" genutzt.

 

Beispiele:

In dieser Notensammlung gibt es viele in C-Dur notierte Melodien. Beschließt die Band, so eine Melodie in D-Dur zu spielen, tauschen Sie ihre C-Okarina gegen eine D-Okarina. Für G-Dur wählen Sie eine G-Okarina usw.

 

Soll eine in F-Dur notierte Melodie in G-Dur gespielt werden, sehen Sie sich an, wieviele Quintsprünge F-Dur und G-Dur auseinander liegen. Dafür ist ein Quintenzirkel hilfreich, den ich hier als Quintenkette aufschreibe:

Des - As - Es - B - F - C - G - D - A - E - H

 

Die entsprechenden Vorzeichen sind:

5b - 4b - 3b - 2b - 1b - 0 - 1# - 2# - 3# - 4# - 5#

 

Links vom C stehen die B-Tonarten.

Rechts vom C stehen die #-Tonarten.

 

Berechnungsbeispiele:

Um von F-Dur nach G-Dur zu kommen, muss ich 2 Quinten nach rechts gehen. Um den richtigen Ersatz für die C-Okarina zu bekommen, gehe ich von C ebenfalls 2 Quinten nach rechts. Ich muss also eine D-Okarina wählen.

 

Es reicht auch aus, sich die Vorzeichen anzusehen.

Ist die Melodie in diesem Heft mit 4b notiert und die Gruppe möchte die Melodie ohne Vorzeichen spielen, muss ich 4 Quintsprünge nach rechts. Also benötige ich eine E-Okarina.

Ist die Melodie in diesem Heft mit 3b notiert, soll aber in einer Tonart mit 1b gespielt werden, muss ich 2 Quintsprünge nach rechts. Also benötige ich eine D-Okarina.

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Ocarina-Noten
     -   Noten für Pendant-Okarinas

 

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